Elektronischer Durchlauferhitzer für Mehrfamilienhäuser: Vorteile und Grenzen

Der elektronische Durchlauferhitzer hat im Bereich der dezentralen Warmwasserversorgung seinen festen Platz. Für Mehrfamilienhäuser kann er eine interessante Alternative zur zentralen Versorgung sein, aber nur dann, wenn die Rahmenbedingungen passen. Dieser Beitrag ordnet Vorteile und Grenzen dieser Lösung nüchtern ein.

Dezentrale Warmwasserversorgung: das Grundprinzip

Bei der dezentralen Warmwasserversorgung wird das Wasser nicht zentral für das gesamte Gebäude erhitzt und verteilt, sondern lokal an der Entnahmestelle erwärmt. Ein elektronischer Durchlauferhitzer ist das typische Gerät für diesen Zweck. Er erhitzt das Wasser direkt, wenn der Wasserhahn geöffnet wird, und schaltet sich sofort wieder ab, wenn kein Wasser mehr fließt.

Der Vorteil gegenüber einem zentralen System: keine langen Warmwasser-Zirkulationsleitungen, kein Energieverlust durch Wärmeverluste in der Leitung, keine hygienischen Probleme durch stehendes Wasser in langen Rohrstrecken. Gerade bei Legionellen-Themen ist die dezentrale Lösung ein sachliches Argument. Technische Details zu geeigneten Geräten finden Sie auf den Produktseiten für Warmwassergeräte bei S.I.T. Sanitärtechnik.

Vorteile im Mehrfamilienhaus

Im Mehrfamilienhaus kann die dezentrale Versorgung wirtschaftliche Vorteile bringen, besonders wenn die Einzelwohnungen separat abgerechnet werden sollen. Jeder Mieter verbraucht nur das Warmwasser, das er tatsächlich nutzt, und kann dies direkt über den Stromzähler nachverfolgen. Keine gemeinschaftliche Umlage, keine Diskussionen über Verbrauchsaufteilung.

Zusätzlich entfällt der Aufwand für Wartung und Betrieb einer zentralen Warmwasseranlage. Kein Speicher, keine Zirkulationspumpe, keine zentralen Druckhaltesysteme. Das kann die Betriebskosten für den Eigentümer senken, wenn die Installation in Neubau oder Sanierung von Anfang an auf dezentrale Versorgung ausgelegt wird.

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Grenzen und Planungshinweise

Elektronische Durchlauferhitzer benötigen ausreichend elektrische Anschlussleistung. Je nach Gerät und Zapfvolumen sind 3,5 bis über 18 kW notwendig. In Altbauten mit schwacher elektrischer Hausinstallation kann das zu einem Engpass führen, der kostspielige Umbaumaßnahmen am Stromverteiler erfordert. Diesen Punkt sollte man vor jeder Planung prüfen.

Außerdem ist der elektronische Durchlauferhitzer nicht für alle Zapfstellen gleich gut geeignet. Für Dusche und Badewanne mit hohem Volumenbedarf sind die erforderlichen Anschlussleistungen oft nicht wirtschaftlich oder technisch nicht umsetzbar. Die sinnvollsten Einsatzorte sind Handwaschbecken, Küchenspülen und Ausgussbecken.

Fazit: Elektronischer Durchlauferhitzer im Mehrfamilienhaus mit Planung

Der elektronische Durchlauferhitzer ist im Mehrfamilienhaus eine sinnvolle Option für Küche, Bad-Handwaschbecken und Nebenräume, wenn die elektrische Anschlussleistung vorhanden ist und eine dezentrale Abrechnung gewünscht wird. Für große Zapfmengen stößt er an Grenzen. S.I.T. Sanitärtechnik unterstützt Sie bei der Produktauswahl. Nehmen Sie gern Kontakt auf.